Testbericht: Wandbild von Saal Digital

Die Einleitung

Als ich vor ein paar Wochen von Saal Digital gefragt wurde, ob ich nicht ihr Wandbildangebot testen möchte, kam mir das ganz gelegen: Die Ausstellungseröffnung des Diplomsemesters an meiner Akademie, für die ich bei der Hängung mitgeholfen habe, lag noch nicht so lange zurück – und an ein Wandbild für zuhause habe ich schon länger gedacht. Außerdem war ich bisher immer begeistert von der Druckqualität des Unternehmens. Spoiler Alert: Das hat sich hier nochmal bestätigt.

 

Die Materialpalette der Wandbilder reicht von Alu-Dibond über Acrylglas und Hartschaumlatte bis zur Fotoleinwand. Alu-Dibond hat mich schon immer gereizt und daher fiel diese erste Entscheidung schonmal leicht. Die ganzen technischen Daten wie Dicke, Gewicht, etc… sagen ohne große Erfahrung natürlich noch eher wenig über die Wirkung aus. Nichtsdestotrotz werden auf der Website auch alle Materialien mit ihren jeweiligen möglichen Einsatzgebieten beschrieben und helfen damit auch Einsteigerinnen und Einsteigern bei der Wahl. Die Suche nach einem passenden Motiv dauerte auch nicht so lang, schließlich ist bei meiner aktuellen Reportage über das Comedia Theater Köln einiges an spannenden Bildern zusammengekommen. Am Ende wurde es – nach einigem Hin- und Her – das hier (vor allem wegen der ansprechenden Lichteffekte!):

Das Softproofing

In diesem Abschnitt wird es jetzt ein bisschen technisch und bei Überforderung kann auch zum nächsten gesprungen werden. Die Anpassung der Bilddatei an den Zielfarbraum von Saal Digital ist ziemlich straight forward. Wer sich ein bisschen mit Farbmanagement auskennt und einen kalibrierten Monitor hat, sollte keine Probleme haben. Die ICC-Profile für die jeweiligen Angebote sind über das Menü am Ende der Homepage sehr gut erreichbar. Einfach die entsprechende *.icc-Datei nach dem Herunterladen in den Ordner für Farbprofile kopieren (am Mac kann der Ordner über den Finder erreicht werden, wenn man die Tastenkombination CMD+SHIFT+G drückt und dann ~/Library/ColorSync/Profiles eingibt) und schon kann man mit dem Softproof beginnen, um ausgefressene und abgesoffene Farben zu erkennen und ggfs. auszubessern. Wenn das Profil noch nicht wählbar ist, sollte eventuell das Bearbeitungsprogramm nach dem Kopieren neu gestartet werden. Und besonders wichtig: Immer daran denken, das Farbprofil des Arbeitsfarbraums in die Ausgabedatei einzubetten (idealerweise sollten sowieso Arbeits- und Quellfarbraum mindestens in Adobe RGB liegen).

Die Bestellung

Nachdem nun alles in der Bilddatei an den Zielfarbraum der Drucker-Material-Kombination angepasst wurde, kann das Hochladen beginnen. Ich empfehle hier die eigene Software von Saal Digital zu nehmen. Zwar handelt es sich um ein in der Adobe Air-Umgebung kompiliertes und nicht-natives Programm, aber es erfüllt ganz gut und übersichtlich seinen Zweck. Zur Auswahl stehen verschiedene Größen, verschiedene Aufhängungen und natürlich beide Ausrichtungen. Da mein Bild den vollen Größenumfang benötigt, kann auch nichts zugeschnitten werden. Also entschied ich mich für einen indivuellen Zuschnitt (32x45 cm lag da noch im finanziellen Rahmen von knapp 50 €). Mit dieser Größe konnte ich glücklicherweise auch eine Profilaufhängung wählen. Schließlich ist das Bild sehr flach und ein bisschen Tiefeneindruck an der Wand – wenn es schon rahmenlos sein soll – wertet das Bild ungemein auf.

Der nächste Schritt, die Gestaltung, ist mir ein bisschen rätselhaft geblieben. Man kann anscheinend aus einigen Designs wählen (warum?). Ich habe mich hier einfach damit begnügt, das Bild in voller Größe zu laden und weiterzudrücken, um das Ding auf Rechnung zu bestellen (was ebenfalls sehr angenehm ist). Übrigens: Der Versand lief reibungslos und ausgesprochen schnell (Mittwochabend bestellt, Freitag geliefert). Das Bild kam in einer überraschend großen, schützenden Verpackung.

Das Ergebnis

Der erste Eindruck des Wandbilds ist sehr gut. Das Material fühlt sich sehr schön an und die Struktur der Alu-Dibondplatte wirkt angenehm semigloss. Die Farben kommen sehr gut zur Geltung und geben auch das Ergebnis des Softproof wunderbar wieder.

Die Kanten und Ecken sind sehr klar und das Bild insgesamt wirkt sehr fest, wertig und edel. Die Aufhängung enttäuscht nicht. Sie ist vorangebracht und man muss nur für das Gegenstück an der Wand sorgen.

Das Fazit

Ich bin zufrieden. Das Softproofing im Vorfeld wird durch Saal Digital sehr leicht gemacht (wer sich noch nicht so gut damit auskennt: auf der Seite für ICC-Profile sind auch Anleitungen für Photoshop und Lightroom verlinkt) und auch die Bestellung über die Software ist sehr leicht. Das Schöne war (zumindest bei Alu-Dibond) die benutzerdefinierte Zuschneideoption und die Profilaufhängung, die durch ihren Tiefeneindruck nochmal mehr Wirkung entfaltet. Das Material ist toll und die Farbwiedergabe entspricht genau meinen Vorstellungen. Da ich das Bild innerhalb von nicht mal einenhalb Tagen erhalten habe, lohnt sich das Angebot auch für kurzfristige Aufträge (wobei ich davon ausgehe, dass andere Anbieter da ähnlich flott sind.)

Der/Die/Das Disclaimer

Saal Digital hat mich gebeten, einen Testbericht über ihr Produkt zu schreiben. Ich schreibe prinzipiell nur Berichte über Produkte, die ich auch selber verwenden würde und versuche in meinen Berichten so ehrlich und differenziert wie möglich zu bleiben.